Anerkennung ermöglicht Lernen, Verletzung verhindert es – Ethische Pädagogik in der Praxis
Im Gespräch mit Annedore Prengel
Eine gemeinsam verantwortete, ethisch fundierte Pädagogik bildet in KiTas und Schulen das Fundament für Entwicklung, Lernen und demokratische Sozialisation. Umso erstaunlicher, dass dieses Thema in der Berufspraxis und Ausbildung von Lehr- und Fachkräften kaum eine Rolle spielt.
Es konnte nachgewiesen werden: Formen einer ›Schwarzen Pädagogik‹, wo Schüler*innen von ihren Lehrer*innen diskriminiert, verspottet oder drakonisch bestraft werden, gehören immer noch nicht der Vergangenheit an.
Seelische Verletzungen, die Kinder und Jugendliche durch Diskriminierung, Sarkasmus oder Beschämung in Schule und KiTa erleiden können, werden meist ignoriert.
Annedore Prengel führt praxisnah und zugleich wissenschaftlich fundiert in den Zusammenhang von Ethik und Pädagogik ein. Lehrkräfte, Eltern und pädagogische Fachkräfte finden begründete Richtlinien für einen wertschätzenden und fachlich angemessenen Umgang mit Kindern und Jugendlichen.
Dr. Annedore Prengel
ist Professorin für Erziehungswissenschaft an der Universität Potsdam und Seniorprofessorin der Universität Frankfurt/Main.
Ihre Schwerpunkte sind Pädagogik der Vielfalt, Inklusion, Heterogenitätstheorie, Pädagogische Beziehungen, kulturelles Gedächtnis