Mi., 19.08.2026, 19.00 bis 21.00 Uhr,
In der Begegnung mit sterbenden Menschen herrscht oft Unsicherheit: Wir viel Trauer dürfen wir einander zumuten? Häufig wird das Abschiednehmen bis zum Schluss verdrängt, viele bleiben mit ihren letzten Gefühlen allein.
Sabrina Görlitz zeigt, dass ein offener Umgang mit unserer Vergänglichkeit zwar nicht leicht, aber möglich ist. Sie schreibt klug, ehrlich und liebevoll über die Gefühle am Ende des Lebens. Sie erzählt von ihrem eigenen Schmerz, als sie ihren Vater in den Tod begleitet und von bewegenden Momenten mit Sterbenden, deren Lebenserinnerungen sie als Geschichtenpflegerin auf der Palliativstation aufschrieb. Dabei fragt sie sich auch, wie sie ihr eigenes Kind auf das eigene Sterben eines Tages vorbereiten kann. Mit ihren Beobachtungen möchte sie dazu anregen, sowohl das eigene als auch das gesellschaftliche Verständnis von Sterben, Tod und Trauer zu reflektieren und dabei neue Perspektiven einzunehmen.
Sabrina Görlitz,
Journalistin und Sterbebegleiterin, Dozentin im Studiengang ›Palliativ begleiten‹ an der Fernschule Hamburg und Gründerin von ›Story Care‹. Über ihre besondere Form der Biografiearbeit berichteten zahlreiche Medien wie SPIEGEL, SZ und DLF