Räume öffnen, Dialoge ermöglichen
  • Seminarnummer: 60/27/22
  • Von 23. Sep 2022 19:00 bis 23. Sep 2022 21:30
  • Evangelisches Bildungszentrum Bad Bederkesa

Strafe und Resozialisierung 4.0

Im Gespräch mit Kerstin Ashauer

»Der Strafvollzug dient dem Ziel, die Gefangenen zu befähigen, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen. Er hat die Aufgabe, die Allgemeinheit vor weiteren Straftaten zu schützen«. 

Was ist Strafe? Wie wird eine solche vollstreckt? Was kann der Aufenthalt im Gefängnis bewirken? Lohnt Resozialisierung? 

Kerstin Ashauer informiert an diesem Abend, wie der Justizvollzug im Lande Bremen organisiert und gestaltet ist. Sie berichtet aus der Praxis einer Haftanstalt und von den Stationen der Gefangenen ›davor‹ und ›danach‹. Dabei wird sie auf aktuelle Herausforderungen und Chancen eingehen, die sich im Vollzugsalltag und in der Arbeit mit Inhaftierten ergeben. So nimmt etwa die Zahl an psychisch erkrankten Gefangenen stetig zu. Sollten Gefangene in Zukunft einmal Tablets erhalten? Und gegenwärtig stellt sich die Frage, wie eine Pandemie hinter Mauern erlebt wird? 

Ein Gespräch über Strafe und Verbüßung, Haft und Sicherheit, Resozialisierung und Aufbruch als nicht nur rechtliches, sondern zugleich emotionales und gesellschaftliches Thema.

In Kooperation mit der Telefonseelsorge Elbe-Weser

  • Strafe und Resozialisierung 4.0


Seminarleitung:
Dr. Kerstin Ashauer

Dr. Kerstin Ashauer
war zehn Jahre Staatsanwältin in Bremerhaven, bevor sie 2018 in die Anstaltsleitung der Justizvollzugsanstalt Bremen wechselte. Heute ist sie Abteilungsleiterin bei der Senatorin für Justiz und Verfassung in Bremen und verantwortlich für den Justizvollzug, die Sozialen Dienste der Justiz und die Freien Träger der Straffälligenhilfe im Lande Bremen

Pädagogische Verantwortung:
Dr. Jörg-C. Matzen