Räume öffnen, Dialoge ermöglichen
  • Seminarnummer: 60/23/20
  • Von 9. Nov 2020 15:00 bis 20. Jan 2021 19:00
  • Evangelisches Bildungszentrum Bad Bederkesa

Pädagogische Beziehungen zwischen Anerkennung und Verletzung – Fortbildung in drei Modulen

Für Lehrer/innen und pädagogische Fachkräfte

 

Gute pädagogische Beziehungen sind der Treibstoff für persönliches Wachstum und kognitive Lernprozesse. Viele Lehrer/innen und pädagogische Fachkräfte realisieren alltäglich förderliche pädagogische Beziehungen. Sie sprechen die Lernenden respektvoll an und zeigen, wie wertschätzend gelehrt und gelernt werden kann. Aber zugleich erfahren Kinder und Jugendliche auf allen Bildungsstufen Verletzungen durch Erwachsene, die sie betreuen und unterrichten. Durchschnittlich sind mehr als fünf Prozent aller pädagogischen Interaktionen als sehr verletzend und weitere 20 Prozent als leicht verletzend einzustufen. Seelische Verletzungen sind die Gewaltform, von der Kinder und Jugendliche am häufigsten betroffen sind.

Lehrpersonen und pädagogische Fachkräfte sowie Kinder und Jugendliche brauchen gute pädagogische Beziehungen, damit Leben, Lehren, Lernen und demokratische Sozialisation gelingen. Sie sind gleichermaßen auf soziale Anerkennung angewiesen, auf soziale Beziehungen, in denen sie Beachtung, Resonanz und Wertschätzung erfahren. Anerkennung der Rechte, der Würde und der Bedürfnisse von Kindern fördert die Entfaltung der Persönlichkeit. Seelische Verletzungen hingegen beschädigen das emotionale, soziale und kognitive Gedeihen.

Gerade mit Blick auf Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen ist dieser Befund von besonderer Bedeutung. Denn wer in risikoreichen oder traumatisierenden Lebens- und Beziehungsverhältnissen aufwächst, ist in besonderem Maße auf verlässliche, Halt gebende und anerkennende Beziehungen zu Pädagoginnen und Pädagogen angewiesen.

 

Im Seminar

  • wird die eigene Haltung in pädagogischen Situationen wohlwollend-akzeptierend in den Blick genommen und reflektiert
  • werden die wissenschaftlichen Grundlagen der Gestaltung pädagogischer Beziehungen vorgestellt
  • stellen die Teilnehmenden belastende, widersprüchliche pädagogische Situationen vor, die gemeinsam beraten werden
  • werden Ursachen für Gelingen und Misslingen pädagogischer Beziehungen diskutiert
  • werden hilfreiche, erprobte Handlungsweisen im Umgang mit schwierigen Situationen vorgestellt und zwischen den Modulen praktisch erprobt
  • erfahren die Teilnehmenden (auf Wunsch) ein geschütztes Einzel-Coaching

 

 

  1. Modul

Mo., 09.11.2020, 15.00 Uhr bis

Di., 10.11.2020, 15.00 Uhr

 

  1. Modul

Mo., 07.12.2020, 15.00 bis 19.00 Uhr

 

  1. Modul

Mi., 20.01.2021, 15.00 bis 19.00 Uhr

 

»Es kommt auf den ersten Empfang der Kinder an. Er muss vorzüglich freundlich und liebreich sein, damit sie Zutrauen fassen können.«

(Carl Friedrich Riemann, 1798)

 

 

 

 

 

 


Seminarleitung:
Dr. Jörg-C. Matzen und Team

Pädagogische Verantwortung:
Dr. Jörg-C. Matzen

Preis Anzahl
DZ ohne UST 250,00€ (EUR)   Abgelaufen
EZ ohne UST 260,00€ (EUR)   Abgelaufen